DIN 5008
Vor 1996 betraf DIN 5008 nur das Schreiben mit Schreibmaschinen. Ab 1996 wurde auch die Textverarbeitung mit dem PC berücksichtigt. Die bis jetzt gültige Fassung des DIN 5008 von 2011 ist auf einen Umfang von 70 Seiten angewachsen. Ein vier Seiten langes Stichwortverzeichnis, das Beiblatt 1, wurde dem Norm-Werk zwei Monate nach Erscheinen der Neufassung von 2011 hinzugefügt. In dieser Ausgabe ist auch die DIN Norm 676 mit den Regelungen für den Vordruck von geschäftlichen Briefen auf einzelnen Blättern oder auf endlos Drucken, enthalten. Die DIN Norm 676 wurde aber zwischenzeitlich zurückgezogen.
1. Oben auf dem Brief der Name und eventuell das Logo des Absenders stehen sollte.
2. Unter dem oberen Blattrand mit einem bestimmten Abstand standen die Angaben zur Absenderanschrift.
3. Passend zu den Fensterbriefumschlägen nach der DIN Norm 680 wurde unter der Postanschrift des Absenders in einem Feld die Adresse des Empfängers eingefügt.
4. Weiterhin wurden die Bereiche beispielsweise für die Bezugszeichenzeile oder weitere Informationen festgelegt.
5. Die genaue Position der Faltmarken wurden für beide Varianten der Briefköpfe angegeben, sowie auch die genaue Position der Lochmarke in der Mitte des Briefes am linken Rand.
6. Am Fuß des Brief-Vordrucks war der Bereich für weitere Geschäftsangaben definiert, wie beispielsweise Name des Geschäftsführers, die Handelsregister-Nummer sowie die Bankverbindung und Weiteres.
Die Richtlinien des DIN 5008 sind für das Layout kein festgeschriebenes Gesetz. Wichtig ist nur beim Abweichen der Richtlinien zu bedenken, dass die DIN 5008 einer verbesserten Leserlichkeit dienen soll. Durch das gewohnte einheitliche Erscheinungsbild können die wichtigen Angaben schnell aufgefunden werden. Diese Gewohnheit wird von vielen Adressaten begrüßt oder sogar gefordert.
Ebenso ist es wichtig bei dem Gestalten des Briefes darauf zu achten, dass dieser später von der Post vielleicht vollautomatisch eingelesen werden soll. Auch aus diesem Grund ist das Einhalten von DIN 5008 der Aufschriftseite des Briefbogens wichtig, damit diese maschinenlesbar ist. Selbst beim weitgehenden Einhalten der DIN 5008 Normen bleiben für die Gestaltung und das Layout von Brief, Briefumschlag und Briefpapier viele Freiheiten, die die Geschäftspost einzigartig und individuell im Sinne von Corporate Identity, PR- oder Werbung oder als Aushängeschild für das Unternehmen erscheinen lassen können.
Zum einen gibt es Normen, die wohl nie ihre Gültigkeit verlieren, wie beispielsweise die Plätze für das Fenster, die Anschrift des Adressaten, die Postanschrift des Absenders, das Logo, die Falz- und Lochmarken und Weitere. Die Plätze für Adressaten, Absender, Logo, Infoblock usw. sind mit den jeweiligen für sie vorgesehenen Zeilenangaben und Abmessungen in der DIN Norm 5008 festgelegt. Andere Angaben haben sich verändert, wie beispielsweise die IBAN und BIC für die Bankverbindung, die richtige internationale Angabe des Datums, das richtige Schreiben von internationalen Telefonnummern, die richtige Stelle für einen Anlagevermerk und weitere Angaben.
Weitere Empfehlungen sind zum Beispiel für die Schriftsätze sowie die Schriftgröße von mindestens 10 Pkt., für die richtige Schreibweise für Uhrzeiten, für die Seitennummerierung, für die Grußformel und vieles weitere enthalten. Mit diesen Richtlinien für eine zweckmäßige, übersichtliche und lesefreundliche Gestaltungsweise der Geschäftskorrespondenz ist es auch für "Laien" - Personen, die nicht den Beruf des Mediengestalters ausüben, beispielsweise Bürokaufleute, Sekretariatsmitarbeiter, Geschäftsführer und andere Personen - nicht schwer, ansprechende Geschäftsbriefe nach DIN 5008 zu erstellen, bzw. zumindest die richtigen Plätze für verschiedene Angaben einzuhalten. Noch leichter ist es, Briefvordrucke zu verwenden, die fertig mit einem vielleicht für Werbezwecke gestalteten Layout versehen und die nach den Vorgaben der DIN 5008 erstellt sind.
Auch für die Textverarbeitung mit dem PC sind die Motivpapiere sehr gut geeignet, da sie die vorgesehenen Plätze für verschiedene Angaben nach der DIN 5008 berücksichtigen. So ist es einfach professionelle Geschäftsbriefe auch als Serienbriefe zu erstellen und auf einem Drucker auf die Motivpapiere auszudrucken. Zum ausgewählten Briefpapier sind die passenden Briefumschläge mit den Fenstern für die Adressangaben erhältlich. Briefpapier und Briefumschläge können entweder getrennt kombiniert oder als Sets bestellt werden.
Die Verwendung der nach den Richtlinien von DIN 5008 erstellten Motivpapiere können auch dazu beitragen, von den Adressaten besonders positiv wahrgenommen zu werden, beispielsweise durch die Wahl von Briefpapier in herausragender Qualität, als Visitenkarte des Unternehmens zum Gesamterscheinungsbild, beispielsweise im Sinne von Corporate Identity. Die Verwendung der Motivpapiere kann auch die Sicherheit geben, jederzeit Geschäftsbriefe nach der im Geschäftsleben üblichen und gewohnten Norm zu versenden. Der Briefverfasser wird in die Lage versetzt, sich stärker auf die Inhalte als auf die Form seiner Briefe konzentrieren zu können.
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